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Betriebswirtschaftslehre

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) befasst sich mit der Analyse, Gestaltung und Führung eines Unternehmens sowie mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Das Studium ist stark mit der kaufmännischen Praxis verbunden. Die Berufsfelder des Diplom-Betriebswirts und Diplom-Kaufmanns reichen von der Arbeit in der Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung oder Unternehmensberatung über Industrie, Handel und Banken - in der Marketing- oder Personalabteilung, im Vertrieb oder Controlling - bis zur Tätigkeit im Öffentlichen Dienst. Im Wintersemester 2002/2003 gab es in Deutschland insgesamt 151.345 Studenten der Betriebswitschaftslehre.

Auf dem Arbeitsmarkt sind die Anforderungen an Absolventen der BWL in den letzten Jahren gestiegen. Die Bundesanstalt für Arbeit beschreibt den oft gesuchten Betriebswirt als "Allrounder mit mehreren Spezialgebieten plus Fremdsprachen und IT-Kenntnis plus Mobilität plus herausragender Persönlichkeit. Erste Berufs- oder zumindest Praktikaerfahrungen sollten hinzukommen". Ein zügiges und erfolgreiches Studium wird meist vorausgesetzt. Der Trend: Unternehmen lassen sich lieber Zeit für die Suche, anstatt Bewerber einzustellen, die nicht exakt die Anforderungen erfüllen.

Für qualifizierte Absolventen bieten sich auf dem Arbeitsmarkt zur Zeit die besten Chancen in den Bereichen Vertrieb, Finanzen und Controlling, so der Bundesverband deutscher Volks- und Betriebswirte. In der Finanzdienstleistung befinden sich die Einsatzgebiete vor allem in den Branchen Versicherungswesen, Gesundheitsmarkt und Consulting, aber auch im Dienstleistungssektor und im Handel. Wichtig ist jedoch, sich bereits während dem Studium um Verbindungen zu kümmern. "Networking" heißt hier die Devise, also etwa Messen besuchen oder auch einem Verband beitreten. So ist am besten sichergestellt, dass man Unternehmen kennenlernt, die anspruchsvolle Aufgaben sowie berufliche Perspektive bieten. Laut IG-Metall lagen die Einstiegsgehälter in der Automobil-, Elektro-, TK- und IT-Branche im dritten Quartal 2003 bei etwa 43.000 Euro im Jahr für Uni-Absolventen und bei etwa 38.000 Euro bei Absolventen einer FH oder Berufsakademie. Der BdVB geht allerdings nur von einem durchschnittlichen Jahreseinstiegsgehalt von 35.000 Euro für Uni-Absolventen und etwas weniger für FH-Absolventen aus.

Im nachfolgen Text werden einzelne Schwerpunkte des BWL-Studiums mit Berufsperspektiven vorgestellt. Da die Schwerpunkte an einzelnen Universitäten unterschiedlich benannt sind und/oder in ihren Inhalten variieren (es gibt keine bundeseinheitliche Fächersystematik), wurden für dieses Buch die gängigsten Bezeichnungen gewählt.

Marketing
Der Begriff Marketing kommt aus dem angelsächsischen und wurde in Deutschland Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt. Anfangs wurde hiermit lediglich Absatz und dessen Intensivierung bezeichnet, heute werden darunter vor allem Schaffung und Erschließung neuer Märkte und ein strategischer Ansatz mit starker Kundenorientierung verstanden. Bestandteile des Studiums sind Konsum- und Marktforschung, Marketingmanagement, taktische Marketingentscheidungen wie Preis-, Produkt-, Sortiments- und Distributionspolitik, Import-/Exportstrategien sowie internationales Marketing und Statistik. Kaum eine Fachrichtung der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge ist so beliebt wie der Marketingbereich. Dies liegt maßgeblich an den vielfältigen Einsatz- und frühen Verantwortungsbereichen. Klassische Berufsfelder finden sich in Werbeagenturen (Marktforschung, Kundenkontakt, Media-Abteilung), bei Unternehmen im Marketing, Verkauf und Vertrieb sowie in Marktforschungsinstituten. Zudem finden Absolventen Jobs in verwandten Branchen wie der Public Relations.

Der Marketingbereich und hier vor allem die Werbeagenturen sind von einer hohen Quote an Selbstständigen sowie einem häufigen Arbeitsplatzwechsel gekennzeichnet. Diese Fluktuation trug Ende der Neunziger zu einem umfangreichen Angebot an Stellen bei.

Mittlerweile steigt der Rechtfertigungsdruck des Marketings gegenüber dem Controlling. Erfolg und Misserfolg werden direkt an den Umsatzzahlen gemessen. Nachdem die letzten Jahre im Marketing vor allem durch Entlassungen geprägt waren, ist auch in nächster Zeit nicht mit vielen Neueinstellungen zu rechnen. Eine Trendwende ist nicht absehbar. Dabei müssen sich vor allem Berufseinsteiger auf einen harten Wettbewerb einstellen. Ein sehr gutes Studium mit dem Schwerpunkt Marketing und praktische Erfahrungen sind für einen erfolgreichen Berufsstart unabdingbar. Darüber hinaus werden fundierte Kenntnisse über Märkte, Branchen und internationale Konkurrenzzusammenhänge sowie exzellente Statistik- und Computerkenntnisse erwartet. Wer sich unter all den Berwerbern behauptet, muss unter Umständen mit befristeten Verträgen oder einem Pflichtpraktikum vor dem Arbeitsvertrag rechnen. Die Einstiegsgehälter sind im Vergleich zu den Vorjahren eher gesunken.

Controlling, Rechnungswesen und Finanzwesen
Das Feld Controlling, Rechnungswesen und Finanzwesen ist das größte Einsatzgebiet für Betriebswirte. Im Finanzwesen geht es um die Untersuchung verschiedener Finanzierungsarten und -bedingungen, um Investitionsentscheidungen treffen zu können. Studenten sollen zur Analyse erwarteter Rendite und entgegenstehender Risiken befähigt werden. Hauptaufgabe des internen Rechnungswesens ist die Erstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, die über den wirtschaftlichen Erfolg von definierten Prozessen, Einheiten, Gruppen und Produkten informiert. Das externe Rechungswesen befasst sich mit der externen Rechungslegung (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) und ihrer Veröffentlichung in Quartalsberichten und dem Jahresabschluss. Controlling zielt eher auf die zukünftige geschäftliche Entwicklung und unterstützt quasi als interne Unternehmensberatung die Geschäftsleitung.

Berufsperspektiven bieten sämtliche Industrie- und Dienstleistungsunternehmen quer durch alle Unternehmensgrößen. Verstärkte Nachfrage kommt inzwischen auch aus öffentlichen Institutionen. Absolventen finden dort in allen Funktionsbereichen Einstiegsmöglichkeiten. Gerade wegen der schlechten Konjunkturlage geht der Trend zu immer transparenteren Prozessen, wodurch die Finanzüberwachung an Bedeutung gewinnt. Auch in den nächsten Jahren wird sich daran kaum etwas ändern. Momentan bieten sich also gute Chancen für Hochschulabsolventen, die sich bereits während ihres Studiums auf Controlling und Rechnungswesen spezialisiert haben. Für einen Einstieg in gehobener Position sind praktische Erfahrungen sowie Kenntnisse über internationale Bewertungsvorschriften wichtig. Außerdem sollten sie Kenntnisse in IT und Datenverarbeitung haben.

Steuerwesen
In diesem Schwerpunkt werden Probleme, die aus der Besteuerung resultieren, analysiert und Sachverhalte hinsichtlich ihrer Steuerwirkung beurteilt. Neben klassisch betriebswirtschaftlichen Fächern sind Inhalte des Studiums: Steuerliche Gewinnermittlung, Steuerbilanzpolitik, Rechtsformwahl und -änderung, Unternehmensbewertung und Internationale Steuerplanung. Typische Berufsfelder sind Steuerberatung, Wirtschaftprüfung und Unternehmensberatung. Zudem bieten sich Perspektiven in den Finanz- und Steuerabteilungen von Banken, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Absolventen, die den gängigen Weg zum Wirtschaftsprüfer über die Steuerberaterprüfung wählen, steigen als Prüfungsassistenten ein.

Alleine Nordrhein-Westphalen hat jährlich um die 2000 Bewerber zur Steuerberaterprüfung. Allerdings legen lediglich 1500 von ihnen die Prüfung tatsächlich ab. Die Übrigen unterbrechen bereits in der Vorbereitungsphase. Von den Prüflingen besteht etwa die Hälfte den Abschluss nicht.

Doch die Perspektiven für Absolventen sind gut. Bei den Steuerberatern lässt die Alterstruktur auch langfristig beste Bedingungen erwarten: Die Steuerberaterkammer ermittelte 2003, dass nur 30 Prozent der Steuerberater in Deutschland jünger als vierzig Jahre waren, während 42 Prozent älter als fünfzig waren. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 49 Jahren. Noch immer überwiegt die Zahl der Selbstständigen: Nur etwa 26 Prozent aller Steuerberater arbeiteten 2003 als Angestellte.

Die Einstiegsgehälter bei großen Prüfungsgesellschaften bewegen sich in einem Rahmen um die 30.000 bis 42.000 Euro. Bei kleinen Unternehmen muss man mit niedrigeren Gehältern rechnen.

Bankwesen
Inhalt des Studienschwerpunktes Bankwesen sind vor allem die beiden großen betriebswirtschaftlichen Bereiche Bankmanagement und Bankorganisation. Weiterhin zählen dazu: aus dem VWL-Bereich Geld-, Kredit- und Währungspolitik sowie aus dem Bereich Jura Privat-, Handels- und Öffentliches Recht und Spezifika wie das Kreditwesengesetz.

Noch immer ist eine vorherige Ausbildung beim Arbeitgeber gern gesehen - oftmals vor allem, wenn sie direkt bei ihm absolviert wurde. Personalberater geben an, dass auch Erfahrungen im Bereich Finanzierung in Unternehmen von Vorteil sind. Typische Tätigkeitsfelder bieten Kreditinstitute in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft - sie stellen rund die Hälfte der Arbeitsplätze in der Kreditwirtschaft, außerdem Geschäftsbanken und Genossenschaftsbanken sowie Kapitalanlagegesellschaften, Verbände, die Deutsche Börse AG und regionale Wertpapierbörsen oder seit Mai 2002 die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Seit dem Ende der Neunziger gehen die Zahl der Banken und Kreditinstitute sowie die Beschäftigtenzahlen kontinuierlich zurück. Während der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes 2002 noch etwa 220.000 Mitarbeiter zählte, waren es 2003 nur noch 200.000. Nach dessen Einschätzung ist damit der Abwärtstrend aber erst einmal gestoppt. Während bis Ende 2004 noch die restlichen geplanten Entlassungen durchgeführt werden dürften, werde der Markt 2005 relativ stabil bleiben. Das bedeutet jedoch auch, dass in der nächster Zeit kaum mit vielen Einstellungen von Hochschulabsolventen gerechnet werden kann. Größere Chancen als in den filiallastigen Großbanken dürften Einsteiger in Spezialbanken und in Banken mittlerer Größe haben. Dort kann kurzfristiger Bedarf nicht über die Versetzung bestehender Personalstände ausgeglichen werden.

Personalwesen
Dieses Studienfach - auch Personalmanagement, Personalwirtschaft oder Human Resource (HR) Management genannt - soll dazu befähigen, personalstrategisch zu denken. Die Studenten lernen unter Berücksichtigung von Unternehmensstrategien, Marktkonstellationen und gesellschaftlichen Entwicklungen Entscheidungen zu treffen. Typische Einsatzgebiete sind neben den Personalabteilungen von Unternehmen, Personalberatungen, Verbände und die öffentliche Verwaltung. Am häufigsten, so die deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V., finden sich Akademiker im Personalwesen auf Führungspositionen, Referentenstellen oder als Experten - etwa als Trainer und Personalentwickler.

Der Bereich der klassischen Personalverwaltung wird an Bedeutung verlieren - zu Gunsten strategischer Inhalte wie Personalplanung, Personalentwicklung und Personalcontrolling. Die Studie "Global Human Capital Survey 2002/2003" von PricewaterhouseCoopers weist für Unternehmen mit "dokumentierter HR-Strategie" einen bis zu 35 Prozent höheren Umsatz pro Mitarbeiter auf und 12 Prozent weniger Fehlzeiten. Der Trend zu einer nachhaltigen Personalstrategie könnte in den Personalabteilungen als "Wertschöpfungscenter" zu neuen Beschäftigungen führen. Von den im April 2003 registrierten offenen Stellen für Betriebswirte waren immerhin acht Prozent dem Personalwesen zuzurechnen.

Organisation und Unternehmensführung
Dieser Schwerpunkt befasst sich mit klassischen Management-Funktionen. Besonders berücksichtigt werden die strategische Unternehmensführung und deren organisatorische Umsetzung. Die Studenten lernen, mit welchen Aufgaben, Anforderungen und Problemen die Führung eines Unternehmens verbunden ist. Die Studieninhalte umfassen Management-Theorien, Wachstums- und Internationalisierungsstrategien, Personalführung und organisatorische Methodik. Die Studenten sollen befähigt werden, Probleme in einer Unternehmung zu erkennen, zu analysieren und zu lösen. Das Unternehmen kann sich dabei in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden: Es kann ein Start-up-Unternehmen sein, ein etablierter Großkonzern oder auch ein Unternehmen in einer Krisensituation. Eng verbunden ist das Fach mit den Schwerpunkten Personalwesen, Absatzwirtschaft und Marketing sowie Wirtschaftsinformatik.

Die Studieninhalte qualifizieren in besonderer Weise für Führungspositionen - sei es in der Unternehmensplanung und -entwicklung, oder auch in der Unternehmensberatung. Im Vergleich zu den BWL-Abgängern mit anderen Vertiefungsfächern waren in den vergangenen Jahren Absolventen dieses Studiengangs weniger gefragt. Empfehlung der Berufsberater: Da die Anforderungen an die Organisation hinsichtlich Qualität und Effizienz steigen, punkten Bewerber, die die Fähigkeit zur Koordination sowie die Beherrschung spezieller Methodiken und Techniken mitbringen.

Operations Research / Unternehmensforschung
Der Ursprung des Operations Research reicht in die zwanziger Jahre zurück: Die Wirtschaftkrise erforderte von Unternehmen die Analyse ihrer Marktchancen sowie die Optimierung der Lagerhaltung und Erstellung effizienter Produktionspläne. Das Fach - in der Betriebswirtschaft auch mit Unternehmensforschung übersetzt - umfasst Modelle, Verfahren und Methoden zur Entscheidungsfindung bei Planungs- und Koordinationsproblemen in Unternehmen. Reale, komplexe Probleme werden als Modell abgebildet und Algorithmen zur Lösung der Entscheidungsmodelle mit dem Computer dargestellt. Eine hohe Affinität zur Mathematik sowie fundierte EDV-Kentnisse sind daher unbedingt erforderlich.

Berufliche Perspektiven bieten alle Funktionen, die mit Planung und Organisation befasst sind - quer durch alle Branchen. Vor allem in der Telekommunikation, Logistik, Produktionsplanung und -steuerung, im Marketing und in der Investitions- und Finanzplanung werden Absolventen eingesetzt. Auch im öffentlichen Sektor gibt es Stellen bei der Planung von Verkehrsnetzen, Gestaltung von Ver- und Entsorgungseinrichtungen und in der Entwicklung von Modellen zur Energieversorgung.

Da das Studium zur Analyse von Problemzusammenhängen, Abstraktion von Problemstrukturen und zur Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen quantitativer Methoden befähigt, bieten sich auch gute Chancen bei Beratungs- und Softwaregesellschaften.

Logistik / Beschaffung
Dieser Schwerpunkt ist darauf ausgerichtet, Probleme bei der Überwindung lokaler und zeitlicher Distanzen zu erkennen und zu analysieren, Planungsmodelle zu entwickeln und diese in die Praxis umzusetzen. Als Managementkonzept umfasst Logistik die Steuerung und Koordination der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens und eröffnet entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Absolventen mit dem Schwerpunkt Logistik / Beschaffung werden vor allem von der Maschinen- und Fahrzeugbau- sowie der elektronischen Industrie gesucht. Tätigkeitsfelder finden sie außerdem in den Bereichen Verkehr und Transport, in der Nahrungsmittelindustrie oder bei Handelsunternehmen - dort werden sie hauptsächlich als Einkäufer, Vertriebsleiter, Key Account Manager oder etwa Abteilungsleiter Transport eingesetzt. Branchenexperten sprechen jedoch von einem grundlegenden Wandel in den Anforderungen: Statt des klassischen Einkäufers ist nun der Fachmann der Materialwirtschaft gefragt, der über detaillierte, technische Kenntnisse verfügt. Daneben werden Team- und Projektfähigkeit sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein in gleichem Maße gesucht.

Wer den Einstieg schafft, kann als Führungsnachwuchs mit einem überdurchschnittlichen Jahresgehalt rechnen. So ermittelte die Personal- und Unternehmensberatung Kienbaum ein durchschnittliches Einkommen von etwa 44.000 Euro für Berufseinsteiger in Logistikunternehmen.

Statistik
Beim Studienschwerpunkt Statistik werden die unterschiedlichsten statistischen Verfahren erlernt - zum Beispiel Faktoren-, Cluster- und Zeitreihenanalysen. Hinzu kommt die Befähigung der Studenten zur grafischen Aufarbeitung und Darstellung von Datenmaterial und zum routinierten Anwenden von Statistikprogrammen. Mit diesem Wissen bieten sich Absolventen umfangreiche Berufsperspektiven: In vielen Abteilungen eines Unternehmens werden Statistiker gebraucht. Zum einen überall dort, wo empirisches Material erhoben oder ausgewertet werden muss - etwa im Marketing - zum anderen da, wo eine intensive Auseinandersetzung mit bereits erhobenem Material notwendig ist, beispielsweise um Strategien für den Vorstand zu entwickeln.

Bedarf an Statistikern meldet zurzeit die Versicherungswirtschaft. Auch Marktforschungsinstitute bieten freie Stellen, allerdings ist diese Berufssparte bei Absolventen mit dem Schwerpunkt Statistik weniger beliebt. Insgesamt sehen die Perspektiven für Berufseinsteiger besser aus als für den Durchschnitt der Betriebswirte, ergab eine Auswertung der Bundesanstalt für Arbeit. Positiv für Absolventen mit dem Schwerpunkt Statistik: Das Fach ist wenig beliebt bei BWL-Studenten - dies ist vor allem auf die hohen mathematischen Anforderungen zurückzuführen. Experten erwarten auch weiterhin ein für Bewerber günstiges Verhältnis von Arbeitsangebot und -nachfrage.
  Autorin: Verena Gölkel