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So viel Öko war in Deutschlands Versicherungen noch nie. Im Zeichen des Klimawandels testen die Versicherungsunternehmen neue Produkte mit Nachhaltigkeits-Bonus.
Dramatische Folgen der Erderwärmung
Wenn es um Versicherungen und den Klimawandel geht, zählt die Münchner Rück nicht nur in Deutschland zu den ersten Adressen. Seit Jahrzehnten protokollieren die Meteorologen, Klimaforscher und Geowissenschaftler des zweitgrößten Rückversicherers der Welt die dramatischen Folgen der Erderwärmung. Ihre Daten, die sie einmal pro Jahr zu einer Weltkarte der Naturgefahren verdichten, sind eindeutig. Häufigkeit und Intensität der Wetterphänomene nehmen spürbar zu, und damit auch die daraus resultierenden Sach- und Personenschäden.
Lange Zeit standen die Münchner Rückversicherer mit ihren Erkenntnissen und Warnungen in der Versicherungsbranche allein auf weiter Flur. Doch das scheint sich nun langsam zu ändern. Je mehr in den Medien und der Öffentlichkeit die Forderung nach Nachhaltigkeit zum Mainstream wird, desto aufgeschlossener zeigen sich die Versicherungen. Öko ist in, die alten Berührungsängste weichen mehr und mehr der Hoffnung, dass sich damit auch Geld verdienen lässt. Erste Produkte mit grünem Zusatznutzen werden bereits getestet.
Versicherungsschutz
Seit kurzem bieten Allianz und DEVK den Versicherungsschutz erstmals in Kombination mit einer Art Klima-Ablasshandel. Der Kunde zahlt dabei einen auf sein Fahrzeug und die Jahreskilometerleistung abgestimmten Aufpreis zur eigentlichen Police, den die Versicherung dann in die Förderung zertifizierter Klimaschutzprojekte investiert. So soll der CO2-Ausstoß des Autos durch geeignete Gegenmaßnahmen neutralisiert werden.
Das Prinzip abgeschaut haben sich die Versicherungen bei den Klimaagenturen, die den CO2-Ausgleich bereits seit Jahren für Flugreisen anbieten. Und was bei Verkehrsmitteln funktioniert, sollte sich doch auch auf andere Lebensbereiche übertragen lassen, dachten sich die Verantwortlichen der Fortis Deutschland Lebensversicherung – sie locken die Kundschaft nun mit dem ersten Öko-Riester. Hier fließen die Prämien für die Altersvorsorge in Nachhaltigkeitsfonds, die in ökologisch korrekte Unternehmen und Projekte investieren.
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