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Führungskräfte müssen häufig hochkomplexe Entscheidungen treffen. Dabei kann die Metaphysik helfen, findet nun auch die Frankfurt School of Finance & Management.
"Der Banker müsste weise sein wie Salomon, klug wie Einstein, stark wie Samson und alt wie Methusalem." Auch wenn das Bonmot von Börsen-Legende André Kostolany die Latte sicher ein wenig zu hoch legt - die Anforderungen an Führungskräfte im Finanzgewerbe sind beträchtlich. Neben den selbstverständlichen fachlichen Qualifikationen müssen sie mit einer Vielzahl von Soft Skills beeindrucken. Sie sollen ihre Mitarbeiter zu Top-Leistungen motivieren und, wann immer nötig, souverän die richtigen Entscheidungen treffen.
Keine einfache Aufgabenstellung, zumal die Märkte sich rasant verändern und so manche Gewissheit und Gesetzmäßigkeit der Branche ihre Gültigkeit verloren zu haben scheint. Mehr denn je muss sich der Banker beim Erfassen und Einordnen hochkomplexer Themenzusammenhänge auf seinen eigenen analytischen Verstand verlassen können. Und die Angelegenheit wird auch nicht leichter dadurch, dass sich die Entscheidungssituationen nicht selten ausgesprochen unübersichtlich darstellen.
Doch wie können Manager ihre Entscheidungsfähigkeit dauerhaft verbessern? Mit Philosophie, meint die renommierte Frankfurt School of Finance & Management (www.frankfurt-school.de). Seit April bietet sie ihren ersten Bachelor-Studiengang Management, Philosophy & Economics an. "Philosophen sind gewiss nicht die besseren Manager, aber eine angemessene Dosis des richtigen philosophischen Trainings macht Manager wahrscheinlich zu besseren Managern", begründet der verantwortliche Professor, Hartmut Kliemt, das neue Studienangebot. "Ein philosophisches Studium kann die Fähigkeit trainieren, sich in unklaren Gemengelagen und Problemfeldern, zu deren Behandlung es keine Standards beziehungsweise keine etablierten allgemeinen Theorien und Normen gibt, klug zu verhalten." Hinzu komme, dass in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt die Fähigkeit zur Orientierung vor allem auch von der Breite der Wissensgrundlage profitieren könne. "Die These, dass es Spezialisten für das Allgemeine gäbe, die so genannten Generalisten, dürfte zwar abwegig sein. In praktischen Fragen ist ein intelligenter Dilettantismus und der geschulte Blick fürs Wesentliche jedoch von höchstem Wert."
Nicht nur Bachelor-Studenten, auch High Potentials und gestandene Führungskräfte können ihren analytischen Verstand und ihr Orientierungsvermögen mit Hilfe der Philosophie in Management-Kursen stählen lassen. Der Frankfurter Privatdozent Dr. Klaus-Jürgen Grün beispielsweise bietet mit seinem Philosophischen Kolleg für Führungskräfte (www.philkoll.de) bereits seit 2001 Kurse zum Thema an.
von Jan Tiedge
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